Atlas-Ausgleich® / Atlas-Therapie
Strukturelle und funktionale Beeinträchtigungen der oberen Halswirbelsäule sind sehr häufig mitbeteiligt, wenn nicht gar Auslöser, für verschiedenste Symptombilder im ganzen Körpersystem. Oft ist ein eingeschränkter Atlas (1. Halswirbel) und dessen zentrale Verbindungen zu Schädel und Wirbelsäule eine wichtige aber verborgene Ursache sog. „idiopatischer“ Störungen.
Der Atlas „trägt“ nicht nur den Schädel, sondern nimmt auch eine zentrale Stellung ein im Bezugssystem von Orientierung und Gleichgewichtssinn sowie für motorische Steuerung der Wirbelsäule und des gesamten Bewegungsapparates. Daher können Störungen in diesem Bereich auch die strukturelle Körperhaltung, Beckenstand und z.B. Beinlängen beeinflussen.
„Allein ein Drittel aller Beschwerden im HNO-Bereich sind Zeichen einer funktionellen Störung der oberen Halswirbelsäule“. Quelle: Hülse, Neuhuber, Wolff (2005) Die obere Halswirbelsäule
Die obere Halswirbelsäule stellt eine zentrale, sehr bewegliche und äußerst sensible Region des Körpers dar.
Die Koordination peripherer Information (durch das Nervensystem) mit motorischer Steuerung
(Kopf-, Rumpf-, Extremitäten-, Augen-, Kau-, Schlund-, Kehlkopf- und Zungenmuskulatur)
involviert die Halswirbelsäule wie ein echtes Sinnesorgan.
Kompressionskräfte und Bewegungseinschränkungen in diesem Bereich können die Medulla Oblongata, das Rückenmark, verschiedene Hirn- und Spinalnerven sowie periphere Nervenbahnen einem Dauerdruck aussetzen – Nervenimpulse werden so reduziert, verfälscht oder stehen unter Dauerstress.
Gleichzeitig können natürlich auch Blutgefässe und Lymphbahnen eingeengt und gestaut werden und so
weiträumig verteilte Dysfunktionen verursachen.
Wenn hier eine Beeinträchtigung vorliegt, ist systemisch ein Verlust von physiologischem Gleichgewicht gleichsam vorprogrammiert. Eine solche Schwachstelle kann bereits seit unserer Geburt existieren oder aber ist Folge von Unfällen (Schleudertrauma), starken psychischen Belastungen oder gar Infektionskrankheiten.
Vorraussetzung für eine erfolgreiche und dauerhafte Therapie ist immer eine ganzheitliche therapeutische Betrachtungsweise unter Einbeziehung des ganzen Individuums. Eine fundierte Evaluierung des Patienten ist stets Grundlage jeglicher Intervention – alle Strukturen und weiterer Blockaden müssen berücksichtigt werden. Auch reagiert jeder Körper anders und es bedarf umfassender Aufmerksamkeit des Behandlers um einen eingeleiteten Prozess zu verfolgen und Körperreaktionen Zeit und Raum zu geben, um integrierbar zu sein. Eine mechanische Vorgehensweise, z. B. mittels eines Gerätes oder mit Hilfsmitteln kann dies wohl kaum leisten.
Ziel einer systembezogenen Atlas-Therapie, wie sie z.B. der Atlas-Ausgleich darstellt, ist es zunächst ein etwa reduziertes strukturelles und funktionales Gleichgewicht dieser sensiblen Region zu identifizieren, wieder zu mobilisieren und dann zu stabilisieren. Durch den Atlas-Ausgleich wird gezielt eine Mobilisierung von Bindegewebe und Wirbelkörper eingeleitet. Durch eine spezifische Regulation der oberen Halswirbelsäule wird das Gebiet dekomprimiert und es kann somit die Basis für verbesserten Flüssigkeitsaustausch und freieren Fluss von Nervimpulsen gelegt werden.
Hier eine Auflistung der Beschwerden, welche häufig bei Problemen der Halswirbelsäule auftreten:
· Nacken- und Rückenbeschwerden
· Bewegungseinschränkung und Schmerzen in Kopf u. Schultern
· Migräne/Kopfschmerzen
· Tinnitus/Ohrensausen
· Gesichtsschmerzen
· Starke Wetterempfindlichkeit
· Taubheit oder Schmerzen in den Händen und Fingern
· Hohe Lärmempfindlichkeit/Lichtempfindlichkeit
· Konzentrationsschwäche/Antriebslosigkeit
· Schwindel/Ohrenrauschen
· Gesichtsfeldausfälle/Augenprobleme
· Allgemeine Schwäche/chronische Müdigkeit
· Kalte oder schmerzende Füße und Hände
· Hüft- und Knieschmerzen
· Beckenschiefstand
· chronischer Husten/Bronchitis/Sinusitis
· Depression/Aggression
· Angstzustände
· Atembeschwerden bis Asthma
· Störungen an Zunge und Rachen
· Nervliche Überbelastung/Burn-Out
· Multiorganbeschwerden
· Kiefergelenksbeschwerden