Wo ist Craniosacral-Therapie sinnvoll?

Das Anwendungsspektrum ist breit gefächert und besonders gut geeignet bei chronischen und wiederkehrenden Gesundheitsproblemen.

 

Die Therapie kann helfen bei Erkrankungen der Wirbelsäule und des Zentralnervensystems, wie Bandscheibenvorfälle, chron. Verspannungen, Schleudertrauma, Bewegungseinschränkungen, Folgen von Schlaganfällen und Schädelverletzungen, Neuralgien oder Migräne. Auch rheumatische Erkrankungen, Tinnitus, Hörsturz, Beckenschiefstand, Ischialgien, Kieferfehlstellungen, Fibromyalgie, Folgen von Stress oder Schmerzzustände nach Operationen sind mögliche Indikationen.

Die Therapie ist ein in sich abgeschlossenes Behandlungssystem und gleichzeitig eine gute Ergänzung zur schulmedizinischen Behandlung.

Bei gesunden Menschen kann durch eine Craniosacral-Therapie die Belastbarkeit und die Konzentrationsfähigkeit erhöht werden. Die sanften und respektvollen Berührungen sowie die Stille der Behandlungen führen oft dazu, dass sehr schnell ein Zustand von tiefer Innenschau und echtem Loslassen erreicht wird.

Craniosacrale Osteopathie

Die Craniosacrale-Osteopathie ist eine außerordentlich sanfte, ganzheitliche, nicht-invasive und doch extrem wirkungsvolle Behandlung durch die ein tief greifender Heilungsprozess in Gang gesetzt wird. Die Stärke dieser Therapie zeigt sich insbesondere dort, wo herkömmliche Diagnoseverfahren nicht ausreichen, um diffuse Befindlichkeitsstörungen und chronische Erkrankungen zu erfassen. Tiefe „Muster“, die sich im Laufe des Lebens im Gewebe festgesetzt haben, werden gezielt beeinflusst. Die Therapie löst diese Störungsmuster auf einer grundlegenden Ebene auf und hilft so, Krankheiten zu beseitigen und die Gesundheit wieder herzustellen.

Ein Beispiel: Cranio-Sacral-Therapeuten gehen davon aus, dass der Körper immer als Ganzes reagiert – das heißt, auch eine emotionale Konfliktsituation kann zu massiven Gewebestauungen führen. Hier setzt die Therapie an, initiiert und unterstützt den Prozess der Selbstheilung. Dies geschieht dann zwangsläufig auf der physischen, geistigen und emotionalen Ebene.

Ursprung der Cranio-Sacralen Therapie

Die Cranio-Sacrale Therapie ist eine Weiterentwicklung der Osteopathie, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Andrew Taylor Still´s Schüler William Garner Sutherland (1873-1854) entwickelt wurde. Sutherland entdeckte, dass die Schädelnähte als schuppenartige Verbindungen, entgegengesetzt zur damaligen Lehrmeinung, durchaus bis ins Alter in der Lage sind, ihre Position zu verändern. In einer Studie fand er heraus, dass unterschiedlicher Druck auf verschiedene Schädelbereiche sehr breit gefächerte körperliche wie emotionale Reaktionen auslöst.

Was ist der Cranio-Sacrale Rhythmus?

Jeder Mensch hat ein pulsierendes Flüssigkeitssysthem, dessen Rhythmus nicht dem der Atmung oder dem des Pulses entspricht. Dieser Rhythmus lässt sich an jeder Stelle des Körpers ertasten. Ist der Mensch gesund, fließt er Rhythmus harmonisch und seitengleich. Durch verschiedene Ursachen kann er an verschiedenen Stellen gestört sein. Diese Störungen können beispielsweise durch eine erschwerte Geburt, durch Unfälle, Operationen, Vernarbungen, entzündliche Prozesse, Muskel-Skelett-Probleme aber auch psychosomatische Probleme und Stress verursacht werden. Dabei kann der Zeitpunkt einer Verletzung oder Veränderung auch schon längere Zeit zurückliegen. Hier setzt die Therapie an.

Wie funktioniert die Cranio-Sacrale Therapie?

Die Behandlung erfordert einen sehr leichten Körperkontakt der Hände des Therapeuten und wirkt direkt auf das Cranio-Sacrale System. So können feine Störungen im Körpergewebe und im Fließen von Körperflüssigkeiten aufgespürt werden, die ihrerseits die zugrunde liegenden Ursachen von Krankheiten reflektieren.

Die Cransiosacrale Therapie ist keine „Hau-Ruck-Methode“ und auf den ersten Blick bei weitem nicht so spektakulär wie beispielsweise Chiropraktik – aber genau darin liegt ihre Stärke. Denn gerade bei funktionellen Störungen gilt es, die inneren Heilungsprozesse optimal zu stimulieren. Durch präzisen und sehr sanften Körperkontakt wird eine Korrektur des Sytems (der Knochen und der dazugehörigen bindegewebigen Strukturen) eingeleitet. Da psychische Themen auch im Bindegewebe gespeichert sind, ist es durch diese Arbeit möglich, gleichzeitig mit seelischen Traumata zu arbeiten.

Nach Auffassung der Craniosacralen Therapie kann man ein langfristig erfolgreiches Ergebnis nur erwarten, wenn der Organismus aus sich selbst heraus – über die Selbstheilungskräfte – die Ursachen der funktionellen Störungen behebt und seine Gesundheit dadurch beibehält. Diese langfristige Veränderung im Gewebe kann nur dann erreicht werden, wenn ausreichend Zeit zur eigenständigen Reaktion gegeben wird. Entscheidend also das „natürliche Tempo“ des Körpers, und nicht unsere zivilisierte Vorstellung von „sofortiger Heilung“. In der Therapie, bei geduldiger und sanfter Vorgehensweise, gibt man dem Gewebe eine maximale Chance noch während der Behandlung oder in den anschließenden Tagen den Weg zurück ins Gleichgewicht zu finden.

Die Cransiosacrale Therapie wird in einer ruhigen Umgebung durchgeführt. Der Patient liegt, normal bequem gekleidet, auf der Behandlungsliege. Gewöhnlich wird die Behandlung als tief entspannend empfunden. Es entsteht ein Gefühl von Leichtigkeit, innerer Stille und Wohlbefinden.