Osteopathie

Die Osteopathie ist eine manuelle Therapieform, die den Organismus in seiner ganzheitlichen Struktur begreift und behandelt. Sie ist eine Philosophie, eine Wissenschaft und eine Kunst.

Als Philosophie begreift die Osteopathie den Menschen als ganzheitliches Wesen, dem alle Möglichkeiten der Selbstheilung und Gesunderhaltung innewohnen. Das beständige Gleichgewicht zwischen den einzelnen Körpersystemen ist dabei die optimale Voraussetzung für Gesundheit.

 

Als Wissenschaft beinhaltet sie Erkenntnisse der chemischen, physikalischen und biologischen Wissenschaften im Dienste der Gesundheit, ebenso wie in der Prävention, Heilung und Verbesserung von Krankheiten. So hat sich die Osteopathie stets bemüht, ihre Tätigkeit und Erfolge wissenschaftlich zu erforschen und neue wissenschaftliche Ergebnisse in die Osteopathie zu integrieren.

 

Ihre Kunst besteht darin, philosophische und wissenschaftliche Grundlagen in der osteopathischen Behandlung anzuwenden.
Eine osteopathische Behandlung basiert auf dem Wissen um die vielfältig vernetzten Prozesse im Organismus, die zu Gesund-heit oder eben auch zu Krankheit führen.

                      „Die Osteopathie versteht sich als Kunst, die den Organismus zu einer Selbstkorrektur führt“

J. P. Barral.


Die Osteopathie umfasst drei große Teilbereiche

Jeder der folgenden Teilbereiche beeinflusst die übrigen. Sie können nicht getrennt voneinander betrachtet werden. Die Unterscheidung ist rein didaktisch, denn alle Körpersysteme sind miteinander verbunden und agieren in kontinuierlicher Wechselwirkung miteinander, um Gesundheit und Leben zu gewährleisten.

Parietale Osteopathie
Diese bezieht sich auf den Bewegungsapparat, das Muskelfaszienskelettsystem. Bewegungseinschränkungen, hervorgerufen durch abnorme Positionen der Muskeln, Gelenke, Bänder und Faszien (=bindegewebige Umhüllung von Muskeln) können durch gezielte Impulse korrigiert werden. Im Körper wird wieder ein neues statisches und dynamisches Gleichgewicht etabliert. So können etwa Beckenschiefstände, Fehlstellungen der Wirbel, Muskelverspannungen oder die im Körpergedächtnis verbliebenen Folgen eines umgeknickten Fuß behoben werden, falls diese ursächlich an Störungen beteiligt sind.

Viszerale Osteopathie
Diese bezieht sich auf die inneren Organe: Magen, Darm, Leber, Nieren, Lunge, Herz etc. Behandelt werden die rhythmische Eigenbewegung der Organe und ihre ligamentären und faszialen Verbindungen. Die nervale Versorgung, die Durchblutung und die Funktion jedes Organs kann normalisiert werden. Verdauungsstörungen lassen sich auf diese Weise auflösen, Entgiftungsprozesse einleiten und Stoffwechselstörungen harmonisieren, sodass der Organismus wieder gesunden kann.

Craniosacrale Osteopathie
Das Wort „Craniosacral“ setzt sich zusammen aus den lateinischen Begriffen für Schädel (Cranium) und Kreuzbein (Sacrum) und bezeichnet zugleich den Bereich des Körpers, der hier besonders im Vordergrund steht. Das craniosacrale System umfasst das Gehirn, die Hirnflüssigkeit, die Hirn- und Rückenmarkshäute, die Schädelknochen und das Kreuzbein. Der craniosacrale Rhythmus soll aus Phasen der Expansion und Kontraktion bestehen und langsamer sein als die Lungenatmung. Eine Ausführliche Beschreibung dieses Teilbereiches der Osteopathie  finden Sie unter dem Menüpunkt Craniosacrale Osteopathie