Herz-Hirn Harmonie

Sobald wir auf eine eventuell bedrohliche Bedingung/Situation in unserer Außenwelt reagieren, sei die Bedrohung nun real oder eingebildet, setzt unser Körper Stresshormone frei und mobilisiert dadurch enorme Energie, um auf die Bedrohung reagieren zu können. Wenn das passiert - und vor allem wenn das über eine längere Zeit hinweg der Fall ist – gerät der Körper aus dem Gleichgewicht – und genau das ist Stress. Eigentlich ist das die ganz natürliche und gesunde Reaktion, denn in der Vorzeit wurde dieser chemische Cocktail aus Adrenalin, Cortisol und ähnlichen Hormonen freigesetzt. Sobald aus der äußeren Umwelt irgendeine Gefahr droht, der Mensch beispielsweise von einem Raubtier gejagt wurde und sich entscheiden musste, entweder zu kämpfen, wegzulaufen oder sich zu verstecken.



Bei chronischem Stress bleibt die chemische Reaktion automatisch eingeschaltet, weil die äußere Bedrohung scheinbar nie aufhört. Die meisten Menschen verbringen einen Großteil ihrer Zeit in diesem hoch erregten Zustand (bewusst oder unbewusst). Eine solche chronische Stressreaktion lässt sich nicht mehr anpassen, sie ist fehlangepasst. Im Überlebensmodus werden diese Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol dauern durch den Körper gepumpt, und wir bleiben in Alarmbereitschaft, anstatt wieder in Balance zu kommen. Wird dieses Ungleichgewicht über längere Zeit aufrechterhalten steuern wir auf Krankheit zu, denn durch Langzeitstress wird die gesunde Genexpression herunter reguliert.


In diesem Modus ist das Gehirn überwach und übererregt in dem Versuch, unsere Überlebenschancen durch das Vorhersehen, Kontrollieren und Erzwingen dessen, was passiert bzw. passieren soll, zu erhöhen. Auf die Dauer wird durch diesen gewohnheitsmäßig engen Fokus und das Hin- und Herspringen der Aufmerksamkeit das Gehirn in Einzelteile aufgespalten und funktioniert nicht mehr ausgewogen. Dadurch wird das Gehirn darauf trainiert, in einem ungeordneten, inkohärenten Muster und damit sehr ineffizient zu arbeiten.  Geht Ihr Gehirn in Inkohärenz sind auch Sie inkohärent. Arbeitet Ihr Gehirn nicht optimal, funktionieren auch Sie nicht optimal - sowohl auf körperlicher als auch auf emotionaler Ebene.


1991 wurde von Wissenschaftlern entdeckt dass das Herz sensible Neuriten besitzt und somit sozusagen ein eigenes Gehirn hat.  Dieses „Herzhirn“ erlaubt ihm unabhängig vom eigentlichen Gehirn zu zu Lernen, zu Erinnern, zu Fühlen und Wahrzunehmen.  Das bedeutet, dass wenn wir eine Erfahrung machen die einen starken Einfluss auf uns hat - also eine starke emotionale Aufladung hat - diese in unserem Herzen gespeichert wird. Bei freudvollen Erfahrung ist das kein Problem. Niemand würde wohl beklagen dass er in der Freude festgefahren ist und einen Weg sucht sich davon wieder zu lösen.


Aber wenn es um eine Erfahrung geht die uns zum Beispiel verletzt hat, wenn uns jemand betrogen hat dem wir vertraut haben, wenn wir belogen wurden oder wir irgendwie sonst einem starken, eventuell auch anhaltendem Stress ausgesetzt waren, dann ist das eine tiefgehende Erfahrung oder sogar Verletzung. Und normalerweise versuchen wir diese Erinnerung dann über das Unterbewusstsein zu erreichen um sie zu heilen, z.B. durch Gesprächstherapie in der wir unseren Verstand durch diese Erfahrung führen um somit Erfahrung und Erinnerung zu entkoppeln.


Aber aufgepasst - die sensiblen Neuriten in unserem Herzen speichern, so wissenschaftlich erwiesen,  diese Erinnerungen ebenfalls, sowohl die Guten als auch die Schlechten. Daher - wenn Sie Themen haben, die durch traditionelle Therapieansätze nicht in Gänze erreicht wurden, dann möchte ich Sie dazu einladen einmal nachzufühlen, wieviel von dieser Thematik noch in Ihrem Herzen gespeichert ist.


Worum es bei der Herz-Hirn Harmonie geht ist, diese beiden Organe – Herz und Gehirn – zu einem hochpotenten Gesamtsystem zu vereinen und so ein körpereigenes System freizuschalten welches zu mehr Kohärenz, einer höheren Herzratenvariabilität und somit zu höherer Resilienz und Stressresistenz führt.

GsundPraxis

Kathrin Müller, Heilpraktikerin

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